Ausstellung »Hydrosphären« im STATE Studio Berlin

Im Rahmen der von der Fraunhofer-Gesellschaft initiierten Ausstellungsreihe »Wissenschaft und Kunst im Dialog« wurde am 16. April im STATE Studio in Berlin »Hydrosphären« eröffnet. Die Ausstellung widmet sich dem Thema Wasser sowohl wissenschaftlich als auch künstlerisch-philosophisch: als Ursprung allen Lebens, Urelement und kostbare Ressource. Zur Vernissage strömten zahlreiche interessierte Besucher.

© Anne Freitag
Die Ausstellung »Hydrosphären« zeigt Werke der Künstler Stefan Wischnewski und der Fotografin und Technikwissenschaftlerin Gabriele Neugebauer.
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Janis Eitner (l.), Hauptabteilungsleiter Kommunikation der Fraunhofer-Gesellschaft, und Christian Rauch (r.), Direktor des STATE Studio, eröffneten die Vernissage zu »Hydrosphären« in der STATE Gallery am 16.04.2019.
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Christian Rauch (l.) und Dorothée Höfter (2.v.l.) im Gespräch mit Dr.-Ing. Ursula Schließmann (2.v.r.) und Prof. Dr. Charli Kruse (r.)

Gewohnte Pfade zu verlassen und Perspektivwechsel vorzunehmen – dazu lädt die Ausstellungsreihe »Wissenschaft und Kunst im Dialog« Forscherinnen, Forscher und Kunstschaffende ein. Im Jahr ihres 70-jährigen Jubiläums kooperiert die Fraunhofer-Gesellschaft erstmals mit dem STATE Studio, einer in Berlin ansässigen Initiative, die seit 2014 Wissenschaft und Gesellschaft auf eine neue Weise zusammenbringt: partizipativ, interdisziplinär und kreativ. Als Ergebnis entstanden und entstehen künstlerische Projekte, die im STATE Studio von April bis Dezember 2019 präsentiert werden. Den Auftakt macht »Hydrosphären«. Auf drei Etagen zeigt die Ausstellung u.a. Werke der Künstler Stefan Wischnewski und der Fotografin und Technikwissenschaftlerin Gabriele Neugebauer, die sich mit dem Thema Wasser auseinandersetzen.

Janis Eitner, Hauptabteilungsleiter Kommunikation der Fraunhofer-Gesellschaft, und Christian Rauch, Direktor des STATE Studio, eröffneten die Vernissage in Berlin. Dabei wies Janis Eitner auf den rasanten Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft hin: »Mit ihrer Neugierde, ihrer Kreativität und der beharrlichen Suche nach originellen Lösungen haben Künstlerinnen und Künstler viel mit unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gemeinsam. Die Fraunhofer-Gesellschaft will im Dialog mit Kunstschaffenden und Kreativen neue Akzente setzen, Impulse für neue Blickwinkel ermöglichen und die vielfältigen Potenziale fördern, die sich durch die Interdisziplinarität der Disziplinen Wissenschaft, Kunst und Design ergeben. Dabei geht es nicht um kurzlebige Showeffekte. Die Reihe »Wissenschaft und Kunst« fördert bereits seit 14 Jahren den Gedankenaustausch der Disziplinen als bewusstes Instrument der Wissenschaftskommunikation mit der breiten Öffentlichkeit.«

Im Anschluss diskutierten Christian Rauch und Dorothée Höfter, Projektleiterin der Ausstellungsreihe »Wissenschaft und Kunst im Dialog«, mit Dr.-Ing. Ursula Schließmann vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB und dem Leiter der Fraunhofer-Einrichtung EMB, Prof. Dr. Charli Kruse, über das Zusammenspiel von Wissenschaft und Kunst bei der Erhaltung unserer kostbarsten Ressource. Dabei stellte Dr.-Ing. Ursula Schließmann neuartige Ansätze für das Energie-, Abfall- und Wassermanagement vor, während Prof. Dr. Charli Kruse einen Einblick in das Potenzial von Algenbiomasse als zukünftigen Rohstoff gab.

Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, sagte im Vorfeld der Ausstellungseröffnung: »In Zeiten von Megatrends wie Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz wird die Diskussion um die gesellschaftlichen Folgen von Technologien in diesen Bereichen intensiver. Künstlerinnen und Künstler haben in diesem Zusammenhang eine wichtige kommunikative Funktion. Sie können zum Verständnis dieser Technologien und ihres Potenzials für Wirtschaft und Gesellschaft beitragen, indem sie anschaulich und verständlich komplexe Inhalte transportieren. Deshalb freuen wir uns über die Kooperation mit dem STATE Studio. Hier haben Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit, ihre aus dem interdisziplinären Dialog mit Fraunhofer-Forscherinnen und Forschern entstandenen Projekte in einer professionellen Umgebung zu präsentieren und technologische Innovationen erlebbar zu machen.«

In »Hydrosphären« präsentieren der Künstler Stefan Wischnewski und die Fotografin Dr.-Ing. Gabriele Neugebauer ihre Arbeiten zum Thema Ozeane und Wasser. Beide verbindet eine Faszination für das Thema Wasser und die Sorge um die Ökologie der Weltmeere. Dementsprechend kreisen ihre Arbeiten um alle Aspekte der kostbaren Ressource. Wischnewski verwandelt Objekte aus der maritimen Welt wie Netze, Reusen oder Anker in rätselhaft-vieldeutige Kunstgebilde. Neugebauer ergänzt die Exponate mit faszinierenden Fotografien, die alle Erscheinungsformen des Wassers erkunden. Die Motive werden von Birds on Mars, einem Berliner KI-Unternehmen, aufgegriffen und durch eine technologische Perspektive erweitert: Eine Künstliche Intelligenz (KI) lernt über ein Generatives Adversiales Netzwerk (GAN).

 

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