Das Projekt zielte darauf ab, der Gesellschaft neue Technologien und Zukünfte zugänglich zu machen. Dies geschah zum einen über fiktionale Geschichten, die Alltagssituationen aus der Zukunft beschreiben und damit Themen behandeln, die die Gesellschaft berühren. Zum anderen sollte der Zugang zu Szenarien und neuen Technologien über die parallele künstlerische Darstellung dieser Geschichten erfolgen.
Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung wurden Geschichten einem Publikum vorgetragen und parallel dazu die Geschehnisse der Geschichten durch künstlerische Darstellungen illustriert. Im Anschluss an die Performances wurden die Zukünfte und Zukunftsnarrativen vor dem Hintergrund der künstlerischen Werke gemeinsam mit dem Publikum diskutiert. Die Veranstaltung bot Raum für einen Austausch mit dem Publikum über die unterschiedlichen Erwartungen, Vorstellungen und die Möglichkeiten der Gestaltung von und in der Zukunft. Mögliche Ängste vor zukünftigen Entwicklungen wurden thematisiert und eine höhere Resilienz in der Bevölkerung - im Hinblick auf neue Technologien und deren Umgang - erreicht.
Die Neuartigkeit des Projekts bildete die Verknüpfung von Wissenschaft mit Kunst in einer Live-Performance. Kunst als Kommunikationsmittel kann individuell interpretiert werden und bietet somit einen ganz individuellen Zugang für jede Person als Teil der Gesellschaft. Das Projekt spielte den Gedanken der Geschichten aus der Zukunft, die im Rahmen wissenschaftlicher Projekte entwickelt wurden, weiter und bietete eine Plattform und Zugang zu einer breiteren Zielgruppe.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde eine Evaluation durchgeführt, um Erkenntnisse über die Effektivität der Kommunikation durch Kunst und deren Diskurs mit unterschiedlichen Akteursgruppen zu gewinnen. Daraus kann ein langfristiges Modell für Wissenschafts- und Technologiekommunikation entstehen. Ebenfalls ließen sich daraus Schlussfolgerungen für Foresight-Prozesse der öffentlichen Hand auf sowohl kommunaler, Länder- oder Bundesebene aber auch der Wirtschaft ableiten im Hinblick auf eine wirkungsvolle Ausgestaltung von Narrativen. Dadurch könnte für die »Geschichten aus der Zukunft« ein höherer Wirkungsgrad erreicht werden und somit ein besserer Zugang für die gesellschaftlichen Akteursgruppen zu zukünftigen Herausforderungen und Technologietrends gelingen. Des Weiteren könnte Future Literacy in der Zivilgesellschaft ausgebaut werden und die Akzeptanz für neue Technologien und gesellschaftliche Veränderungen, die damit in Verbindung stehen, erhöht werden.