»virtual | concrete« erschließt das Potential der algorithmen-basierten, generativen Gestaltung für die Anwendung neuartiger Baustoffe in funktionalen Bauteilen. Während das konventionelle computergestützte Design (CAD) von vorneherein Form und Ergebnis eines Bauteils festlegt, greift das generative Design die Anforderungen der konkreten Anwendung, die Eigenschaften des Materials und weitere erwünschte Faktoren wie Nachhaltigkeit, Modularisierung, Rückbaubarkeit auf und erstellt auf dieser Grundlage eine Vielzahl von möglichen Designiterationen – unerwartete Formen, Strukturen und Oberflächen. Dieser objektive, von den materiellen Fakten ausgehende Entwurfsprozess öffnet den Blick der Forscher und Entwickler für völlig neue Anwendungsformen ihrer Materialinnovationen. Die Digitalisierung und der Einsatz künstlicher Intelligenz werden so zum Werkzeug des Technologietransfers in der anwendungsorientierten Forschung.
Das Fraunhofer IBP bietet mit seiner Expertise in der Entwicklung innovativer Baustoffe, in der angewandten Bauforschung und im Prototypenbau die optimalen Rahmenbedingungen, diese Methode grundlegend für die Fraunhofer-Praxis zu erschließen. Herzstück ist die interdisziplinäre, ko-kreative Zusammenarbeit zwischen Forscher*innen des Fraunhofer IBP, dem renommierten Künstler und Architekten Michael Hansmeyer sowie Studierenden des Fachgebiets Entwurf (Prof. Denise Dih) der TH Rosenheim.
Mit »virtual | concrete« zeigt sich das Fraunhofer IBP als Vorreiter der angewandten Bauforschung, der Materialentwicklung und des klimawandel-angepassten Bauens.