»Artist/Designer in Lab«

DESIGN ALS INTEGRIERTER BESTANDTEIL ANWENDUNGSNAHER FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG.

Sie haben eine Idee und möchten diese gemeinsam mit Forschenden der Fraunhofer-Gesellschaft umsetzen? Dann bewerben Sie sich jetzt!


Das Programm »Designer in Lab 2021« ermöglicht ausgewählten Akteurinnen und Akteuren aller Fachrichtungen Design, in den interdisziplinären Austausch und in die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. zu treten.

Interessenten, die in diesem Programm ihre Ideen umsetzen möchten, sind aufgefordert, wissenschaftlich arbeitende Tandempartner zu begeistern und gemeinsam mit ihnen die Projektideen einzureichen. Dafür stehen 25 Fraunhofer-Institute zur Verfügung, die im Netzwerk »Wissenschaft, Kunst und Design« zusammengeschlossen sind.

Einreichungen im Programm »Designer in Lab 2021« sollten eine Symbiose aus hochwertiger Ingenieurleistung und ästhetischem Anspruch und somit eine Verzahnung von Technologie- und Designkompetenz anstreben, die sich an den Zielen der Fraunhofer-Gesellschaft orientiert.

Für das Programm bieten Fraunhofer-Institute verschiedene Themen an, die im Downloadbereich zur Verfügung stehen. Darüber hinaus können eigene Themen und Projektideen eingebracht werden.

Für die Tandemarbeit erhalten erfolgreiche Bewerberinnen und Bewerber finanzielle Mittel. Diese können entsprechend der eingereichten Projektplanung für FuE-Leistungen und/oder beantragte Positionen der eigenen gestalterischen Arbeit eingesetzt werden.

Der Programm-Zeitplan sieht folgenden Ablauf vor:

  • Der Bewerbungszeitraum ist 15. September bis 30. November 2020.
  • Eine interdisziplinäre Jury wählt im Januar 2021 aus allen Einreichungen die Gewinnerprojekte.
  • Von März bis Oktober 2021 erfolgen die Residenzen an den Instituten der Fraunhofer-Tandempartner.
  • Im November bis Dezember 2021 werden die Ergebnisse im Rahmen der Fraunhofer-Veranstaltungsreihe
    »Wissenschaft und Kunst im Dialog« der breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Ausgewählte Projekte »Artist in Lab 2020«

Malende Roboter, Installationen mit Nanostrukturen und ein Dolmetscher für die Sprache der Fruchtfliegen: Das sind die Ideen, die im Programm »Artist/Designer in Lab« des Fraunhofer-Netzwerks »Wissenschaft, Kunst und Design« zu den Siegerprojekten gekürt wurden.

Artist in Lab, Kunst, IIS
© Ursula Damm
Ihre Drosophilia-Karaoke-Bar (Screenprint der Installation) will Ursula Damm weiterentwickeln.

»Parallel Universes«


Zu den Gewinnern des aktuellen Jahrgangs gehört Prof. Ursula Damm mit dem Beitrag »Parallel Universes«. Sie möchte eine von Fraunhofer entwickelte Spracherkennungssoftware nutzen, um menschliche Sprache in die Sprache von Fruchtfliegen zu übersetzen. In einer Installation können die Besucherinnen und Besucher sowohl per Mikrofon zu den Fruchtfliegen sprechen als auch per Kopfhörer erfahren, was die Insekten gerade zu sagen haben. Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS wird bei der Umsetzung der Idee unterstützen, die auf dem Vorläuferprojekt »Drosophila Karaoke Bar« basiert.

Artist in Lab, Kunst, IOF
© Liat Grayver, 2019
Ausschnitt aus dem Werk »(Learning) The Grammar Of The Act«, einer von einem Roboter erstellten Kaligraphie-Malerei (Tinte auf Reispapier).

»Decrypted Structures«


Liat Grayver setzte sich mit ihrem Projekt »Decrypted Structures« ebenfalls durch und kann es nun während eines achtmonatigen Aufenthalts unter anderem am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF umsetzen. Ihr Werk erforscht die Paradigmen der Kreativität im Bereich maschinengestützter Prozesse. Konkret möchte sie den Prototyp eines Roboters entwerfen, der über eine künstliche Intelligenz verfügt und malen kann.

Artist in Lab, Kunst, EZRT, IIS
© Ilka Helmig
Die Künstlerin will in ihrem Projekt Nanostrukturen sichtbar machen (Ilka Helmig, Reference 01, Archivtinte auf Papier, mit freundliche Genehmigung der Künstlerin).

»Was wir sehen«


»Was wir sehen« lautet das Werk von Prof. Ilka Helmig, das von der Jury ebenfalls ausgewählt wurde. Mittels Röntgenmikroskopie und Computertomographie möchte sie Abbildungen der Nanostrukturen von Pflanzensamen sowie Kohle und Graphit generieren und diese in einer Installation aus zeichnerischen und fotografischen Elementen zeigen. So wird eine Welt auf spektakuläre Weise sichtbar, die unserem Blick sonst verschlossen bleibt. Das Fraunhofer-Entwicklungszentrum EZRT unterstützt dabei.