Artist in Lab

Das Programm »Artist in Lab« fördert zusätzlich die Annäherung der Wissenskulturen durch Austausch in interdisziplinären Projekten. Orientiert an den Zielen der Fraunhofer-Gesellschaft zur angewandten Forschung e.V., erhalten ausgewählte Kunstschaffende sowie Designer und Designerinnen Zugang zu Einrichtungen der angewandten Wissenschaft und somit die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit Forschenden aus den Fraunhofer-Instituten des Netzwerks »Wissenschaft, Kunst und Design«.

Der thematische Schwerpunkt »Dualität«  schlägt unter anderem vor, das Wechselspiel von Wissenschaft und Wirtschaft in der angewandten Forschung als Arbeitsgegenstand zu wählen. Interdisziplinäre Ansätze, welche in konkreter Form auf wissenschaftlich-technische Methoden reagieren, werden insbesondere begrüßt.

Der Aufruf ist offen für Bewerber und Bewerberinnen der Disziplinen Kunst und Design, welche der Kooperation mit einem oder mehreren der im Call genannten Fraunhofer-Institute zustimmen. Bei erfolgreicher Bewerbung gewinnen die ausgewählten Teilnehmenden ein festgelegtes Budget zu ihrer Projektumsetzung und präsentieren ihr Projekt in Gruppen- und Einzelausstellungen sowie in einem Ausstellungskatalog.

Bewerbungen sind bis zum 29. November 2019 möglich.

Weitere Informationen zur Ausschreibung und den erforderlichen Unterlagen erhalten Sie in den hier verfügbaren Dokumenten.

Bei Interesse und Fragen zum Programm oder der Bewerbung, wenden Sie sich gern an den nebenstehenden Kontakt bzw. die Geschäftsstelle des Netzwerks »Wissenschaft, Kunst und Design«.

Teilnehmende Fraunhofer-Institute und Fraunhofer-Einrichtungen

Informationen zu den teilnehmenden Mitgliedern erhalten Sie unter:

Zu den Mitgliedern

Ausgewählte Projekte des Calls 2018

Bereits im ersten Jahr des Programms »Artist in Lab - Dualität« wurde die Ausschreibung äußerst positiv aufgenommen. Mit einem Rücklauf von 50 Einreichungen und internationaler Beteiligung lagen der Jury vielfältige Projektvorschläge zur Prüfung vor. Die Wahl fiel letztlich auf die Projekte »The Primordial Cities Initiative« des Künstlers Jonathon Keats sowie »Künstlerisches Lichtfeld« des Künstler- und Designerduos Charlotte Dachroth und Ole Jeschonnek:

Charlotte Dachroth & Ole Jeschonnek »Künstlerisches Lichtfeld«

Projektpartner: Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF  

Projektidee:

-    Installative Umsetzung eines künstlerischen Lichtfelds mit eigens entwickeltem, mikrooptischen Strahlformer

-    Durchführen von Testreihen mit versch. mikrooptischen Strukturen zur Entwicklung des finalen Erscheinungsbild des Lichtfelds

 

Jonathon Keats »The Primordial Cities Initiative«

Projektpartner: Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP

Projektidee:

Stromatolites were the first communities on our planet, proto-cities inhabited by primitive microbes. The complex structures of these ecosystems allowed constituent species to endure and alter the hostile conditions of early Earth. As environmental conditions grow increasingly inhospitable in the Anthropocene, humans and other modern species can collectively benefit from structural, organizational, and metabolic innovations of these common ancestors, ranging from homeostasis to dynamic self-organization. Using the conceptual framework of paleobiomimicry – biomimesis of primordial life forms – Jonathon Keats will work with the Institute for Building Physics to develop new ultra-resilient forms of architecture and infrastructure inspired by prehistoric stromatolites and their present-day microbialite equivalents. At STATE Studio, these will be instantiated in architectural models and drawings.