»Artist in Lab 2020«

Ausgewählte Projekte »Artist in Lab 2020«

Malende Roboter, Installationen mit Nanostrukturen und ein Dolmetscher für die Sprache der Fruchtfliegen: Das sind die Ideen, die im Programm »Artist/Designer in Lab« des Fraunhofer-Netzwerks »Wissenschaft, Kunst und Design« zu den Siegerprojekten gekürt wurden.

Artist in Lab, Kunst, IIS
© Ursula Damm
Ihre Drosophilia-Karaoke-Bar (Screenprint der Installation) will Ursula Damm weiterentwickeln.

»Parallel Universes«


Zu den Gewinnern des aktuellen Jahrgangs gehört Prof. Ursula Damm mit dem Beitrag »Parallel Universes«. Sie möchte eine von Fraunhofer entwickelte Spracherkennungssoftware nutzen, um menschliche Sprache in die Sprache von Fruchtfliegen zu übersetzen. In einer Installation können die Besucherinnen und Besucher sowohl per Mikrofon zu den Fruchtfliegen sprechen als auch per Kopfhörer erfahren, was die Insekten gerade zu sagen haben. Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS wird bei der Umsetzung der Idee unterstützen, die auf dem Vorläuferprojekt »Drosophila Karaoke Bar« basiert.

Artist in Lab, Kunst, IOF
© Liat Grayver
Ausschnitt aus dem Werk »(Learning) The Grammar Of The Act«, einer von einem Roboter erstellten Kaligraphie-Malerei (Tinte auf Reispapier).

»Decrypted Structures«


Liat Grayver setzte sich mit ihrem Projekt »Decrypted Structures« ebenfalls durch und kann es nun während eines achtmonatigen Aufenthalts unter anderem am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF umsetzen. Ihr Werk erforscht die Paradigmen der Kreativität im Bereich maschinengestützter Prozesse. Konkret möchte sie den Prototyp eines Roboters entwerfen, der über eine künstliche Intelligenz verfügt und malen kann.

Artist in Lab, Kunst, EZRT, IIS
© Ilka Helmig
Die Künstlerin will in ihrem Projekt Nanostrukturen sichtbar machen (Ilka Helmig, Reference 01, Archivtinte auf Papier, mit freundliche Genehmigung der Künstlerin).

»Was wir sehen«


»Was wir sehen« lautet das Werk von Prof. Ilka Helmig, das von der Jury ebenfalls ausgewählt wurde. Mittels Röntgenmikroskopie und Computertomographie möchte sie Abbildungen der Nanostrukturen von Pflanzensamen sowie Kohle und Graphit generieren und diese in einer Installation aus zeichnerischen und fotografischen Elementen zeigen. So wird eine Welt auf spektakuläre Weise sichtbar, die unserem Blick sonst verschlossen bleibt. Das Fraunhofer-Entwicklungszentrum EZRT unterstützt dabei.