Ideenwettbewerb »Artist in Lab 2022«

Wissenschaft und Kunst im Dialog

Sie sind kunstschaffend und haben Ideen, die Sie gemeinsam mit Forschenden der Fraunhofer-Gesellschaft umsetzen möchten? Dann bewerben Sie sich im Ideenwettbewerb »Artist in Lab 2022« des Fraunhofer-Netzwerks »Wissenschaft, Kunst und Design«.

Der Ideenwettbewerb »Artist in Lab 2022« ermöglicht ausgewählten Akteurinnen und Akteuren aller Kunstfachrichtungen, in den interdisziplinären Austausch und in die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. zu treten.

Interessenten, die in diesem Wettbewerb ihre Ideen umsetzen möchten, sind aufgefordert, wissenschaftlich arbeitende Tandempartner zu begeistern und gemeinsam mit ihnen die Projektideen einzureichen. Dafür stehen 30 Fraunhofer-Institute zur Verfügung, die im Netzwerk »Wissenschaft, Kunst und Design« zusammengeschlossen sind.

Bei erfolgreicher Bewerbung gewinnen die Künstlerinnen und Künstler ein festgelegtes Budget zu ihrer Projektumsetzung und präsentieren am Ende der Projektlaufzeit ihr Ergebnis im Rahmen einer Ausstellung im öffentlichen Raum.

Der Programm-Zeitplan sieht folgenden Ablauf vor:

  • Der Bewerbungszeitraum endet am 17. Dezember 2021.
  • Eine interdisziplinäre Jury wählt am 23. Februar 2022 aus allen Einreichungen die Gewinnerprojekte.
  • Von Mitte März bis Ende September 2022 erfolgen die Residenzen an den Instituten der Fraunhofer-Tandempartner.
  • Von Anfang Oktober bis Mitte November 2022 werden die Ergebnisse im Rahmen einer Fraunhofer-Ausstellung im öffentlichen Raum präsentiert.

 

»Designer in Lab 2021«: Gewinner stehen fest

Im Ideenwettbewerb »Designer in Lab 2021« des Fraunhofer-Netzwerks »Wissenschaft, Kunst und Design« gibt es erstmals vier Gewinnerprojekte. Mit einer Fördersumme von jeweils 10.000 Euro können die Designerinnen und Designer ihre Ideen und Visionen in Kooperation mit Forschenden der Fraunhofer-Netzwerk-Institute umsetzen. Zu diesem Ergebnis gelangte eine interdisziplinäre Jury, die am 24. Februar 2021 tagte. Zu den geförderten Ideen zählen eine Flugtaxi-Kabine, die auf persönliche Bedürfnisse der Passagiere reagiert, eine völlig neue Art, den öffentlichen Wasserraum zu nutzen, ein individuell verformbarer Stuhl aus Organoblech sowie innovative biobasierte Fußbekleidung.

 

1. Platz:

© Fraunhofer IAO
Passagierraum eines Flugtaxis der Zukunft

»Air time« - responsive air mobility concept


Einreichende: Yvonne Riester und Janis Ufheil

Forschungspartner: Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart

Thema: Die Gestaltung des Passagierraums eines Flugtaxis der Zukunft, welcher durch Anpassung von Form, Materialität und erlebnisunterstützenden Einflüssen auf die emotionalen Bedürfnisse des Fluggastes reagiert.

 

Weitere Informationen

2. Platz:

© Robert Katzki/Martha Starke
Schwimmende Skulpturen auf Hamburger Wasserstraßen

»Grünes Wasser« - Eine schwimmende Utopie für die Stadt am Hafen


Einreichende: »morgen.« (Beate Kapfenberger + Martha Starke)

Forschungspartner: Fraunhofer-Institut für Holzforschung Wilhelm-Klauditz-Institut WKI, Zentrum für leichte und umweltgerechte Bauten ZELUBA® , Braunschweig

Thema: Recyclierte Balsaholzschollen schaffen flexibel schwimmende Flächen für Biotope auf kargen Wasserwegen in der Hamburger Innenstadt. Sie sind flexibel bepflanzbar und tragen zur Renaturierung der vegetationsfreien Fleete bei.

 

Weitere Informationen

3. Platz:

© Studio Jonathan Radetz
Stuhlentwurf als Ausgangspunkt für eine Material- und Fertigungsinnovation

»inBETWEEN« - Innovation durch interdisziplinären Austausch


Einreichender: Studio Jonathan Radetz

Forschungspartner: Fraunhofer-Institut für Holzforschung Wilhelm-Klauditz-Institut WKI, Anwendungszentrum für Holzfaserforschung HOFZET®, Hannover

Thema: Ein Stuhlentwurf als Ausgangspunkt, um eine Material- und Fertigungsinnovation „partiell nicht imprägnierte Organobleche“ in Form zu bringen und neue Verbindungsmöglichkeiten sowie resultierende Eigenschaften interdisziplinär zu prüfen und weitere Anwendungsbereiche zu schaffen.

 

Weitere Informationen

4. Platz:

© Markus Rossnagel
Die vier Designer*innen von clobber bang

»biobased footwear« - modulierte Fußbekleidung auf Biobasis


Einreichender: clobber bang

Forschungspartner: Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, Chemnitz

Thema: Entwicklung biobasierter, prototypischer Fußbekleidung, die die grundsätzliche Anwendbarkeit von biobasierten Materialien in diesem Bereich nicht nur für die Forschung, sondern auch praxisnah für die Industrie vorschlägt.

 

Weitere Informationen