Motivation und Ziele

Die globalen Herausforderungen Klimaschutz, wirtschaftliche Agilität und gesellschaftlicher Wandel erfordern die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller verfügbaren Wissensbereiche, um fachliche Exzellenz stärker zum gesellschaftlichen Nutzen zu erschließen.

Bei der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen bedarf es immer häufiger wissenschaftlicher Expertise und Innovation. Wissenschaft soll dafür die Grundlagen erarbeiten; Szenarien und Handlungsoptionen sowie Lösungen aufzeigen. Wissenschaft beansprucht daher in besonderer Weise das Vertrauen der Öffentlichkeit. Für die angewandte Wissenschaft ergeben sich daraus die folgenden Konsequenzen:

Relevante Stakeholder müssen zu einem frühen Zeitpunkt in wissenschaftliche Entwicklungen einbezogen und zur faktenbasierten Diskussion befähigt werden. Dafür ermöglicht der dialektische Austausch, sowie Kollaborationen zwischen Wissenschaft und Kunst, neue Perspektiven für beide Seiten – die Forschung und die Öffentlichkeit. Künstler bringen mit ihren Meinungen neue Perspektiven in Forschungsprozesse ein, beraten die Wissenschaft und können sich wechselseitig neue Inspiration und Beratungsleistungen bieten. Ein weiter zu kultivierendes Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Kunst beschleunigt die Bildung globaler Zielkonventionen und schafft gemeinsame Zugänge, um die Fachthemen gezielt anzugehen.

Mit der stetigen Vertiefung fachspezifischer Erkenntnisse muss die Forderung nach didaktisch fundierter Wissenschaftskommunikation – im gesellschaftlichen Diskurs und zwischen den Wissensgebieten, erfüllt werden. Faktisch orientierte Kommunikation wissenschaftlicher Arbeitsweisen und deren Erfolge befördert sowohl den breit angelegten gesellschaftlichen Diskurs, als auch den interdisziplinären Austausch und die transdisziplinäre Forschung.

Das Rahmenprojekt »Wissenschaft, Kunst und Design« lädt Fraunhofer-Institute und Fraunhofer-Einrichtungen zu einem Ideenwettbewerb ein, um fundierte Methoden für erfolgreiche Kollaborationen zwischen Wissenschaft und Kunst zu entwickeln.

 

Das Netzwerk ergänzt die erfolgreich etablierte Veranstaltungsreihe »Wissenschaft und Kunst im Dialog«, die vor über 10 Jahren im Fraunhofer-Haus in München entstanden ist und seither Wissenschaft- und Kunstprojekte zusammenführt. Neben ausgewählten Einzelprojekten werden im Rahmen der Ausstellungsreihe auch Ergebnisse von Aktivitäten aus dem Netzwerk aufgegriffen und konzeptionell im öffentlichen Raum umgesetzt.Weitere Informationen: Wissenschaft und Kunst im Dialog

Ziele und Aufgaben des Netzwerks WKD sind:

   Interdisziplinäres Forum, um Lösungsansätze zu komplexen gesellschaftlichen Herausforderungen zu entwickeln
   Öffentliche Ausstellungen
   Wanderausstellungen zur Darstellung der Netzwerkaktivitäten in den einzelnen Mitgliedsinstituten
   Unterstützung von Künstlerresidenzen an Instituten und Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft